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Georgetown
Von Arlington
aus ist es nun nicht mehr weit bis nach Georgetown, der letzten Station
dieser Walking Tour durch Washington DC. Georgetown selbst hat keinen
Anschluß an die Metro, man muß also entweder in Rosslyn oder in Foggy
Bottom aussteigen und kann mit verschiedenen Buslinien bis nach
Georgetown fahren. Georgetown erstreckt sich entlang des Potomac River und liegt im nordwestlichen Teil von Washington DC. Schon 1696 ließen sich im Bereich des heutigen Georgetowns die ersten Siedler nieder und 1751 wurde die Stadt Georgetown gegründet. Schnell wurde die Stadt zu einem wichtigen Hafen für Mehl und Tabak, denn von hier aus konnte man den Potomac befahren und die Waren per Boot zur Cheasapeake Bay befördern. Im Jahre 1871 wurde Georgetown Washington angegliedert, blieb aber noch bis zum Jahre 1895 eigenständig, ehe es ein richtiger Stadtteil von Washington wurde.
Im Jahre 1828 baute man den Cheasapeake and Ohio Canal, der zu jener Zeit ein unwahrscheinliches fortschrittliches Transportsystem war. Unzählige Schleusen und Aquädukte befanden sich auf der gesamten Strecke, die von Georgetown bis Cumberland in Maryland ging. Doch nach dem Bau der Eisenbahn benutzte man den Canal nicht weiter, der heute unter Denkmalschutz steht. Es werden Bootsausflüge auf dem Kanal angeboten, die Boote selbst werden von Maultieren gezogen und sind eine der Attraktionen in Georgetown geworden. Wer einmal so eine Bootsfahrt machen möchte, muß sich an das Visitor Center in der Jefferson Street wenden. Dort werden von April bis Oktober jeweils von Mittwoch bis Sonntag solche Touren für 10$ angeboten.
Der
Kanal und dessen Umgebung liegt sehr idyllisch und lädt ein, einfach
mal die Seele baumeln zu lassen.
Weitere Infos: Old Stone House Zwei Hauptgeschäftsstraßen führen durch Georgetown. Zum einen ist es die Wisconsin Avenue, zum anderen die M Street. Die Wisconin Avenue führt vom Potomac weiter nach Norden bis Richtung Rockville und berherbergt etliche Läden, sowie an der Kreuzung zur M Street den imposanten Bau der Riggs National Bank, die durch ihre Goldkuppel besticht. Genau an dieser Stelle soll George Washington mit seinen Truppen im siebenjährigen Krieg durchmarscheirt sein, ehe er gegen die Briten kämpfte.
Eine weitere Einkaufsmeile in Georgetown ist die geschäftige M Street. Hier findet man außerdem jede Menge Restaurants, Bars,kleinere Läden und vor allem farbenfroh gestrichene Häuser vor. Besonders am Abend ist Georgetown einen Besuch wert, viele Musikkneipen und Bars laden dazu ein. Tipp: Sehr empfehlenswert an der M Street ist die Georgetown Bagelry. Dort bekommt man wunderbare frische und noch schön warme Creamcheese Bagels, die es mit jeder Bagelry in New York aufnehmen können. An einer riesigen Theke hat man eine super Auswahl an Bagels und somit ist für jedem das Richtige zu finden.
Eine
weitere Straße sollte beim Besuch von Georgetown nicht fehlen, und zwar
die N Street. Hier befinden sich Häuser im Federal Style aus dem 18.
Jahrhundert. Unter anderem kann man hier das Thomas Beall House
besichtigen, in dem Jackie Kennedy ein Jahr nach dem Tod ihres Mannes
wohnte. Die Kennedies selbst hatten in den 50iger Jahren schon in
Georgetown gewohnt, als John F. Kennedy noch Senator war.
Ein
weiterer interessanter Stop ist das Anwesen Dumbarton Oaks an der 32nd
St., NW. Das ursprüngliche Haus im Federal Style wurde 1920 von Robert
und Mildred Bliss gekauft und erweitert. Außerdem wurde der Garten zu
seiner heutigen Form gestaltet. Als die Familie 1940 nach Kalifornien
zog, wurde der gesamte Besitz der Harvard University gestiftet,
darunter auch eine umfangreiche aus Byzanz stammende Kunstsammlung. Weitere Infos: Dumbarton Oaks Wer ein wenig Zeit für Georgetown eingeplant hat, der sollte auf jeden Fall noch bei der Georgetown University vorbeischauen. Diese Ivy League Universität mit dem Schwerpunkt auf Politologie und Juristik war das erste Katholische College der USA . Gegründet wurde die Universität im Jahre 1789. Beeindruckend ist auf dem Gelände die Healy Hall, die vom gotischen Baustil beeinflusst wurde. Ebenfalls sehr sehenswert sind die vielen Blumen und Pflanzen, sowie diverse Brunnen und architektonische Besonderheiten. Das Außengelände ist ohne weiteres zu besichtigen, für eine Führung muß man sich jedoch mindestens zwei Wochen im Voraus anmelden. Restaurant Tipps:
National
Cathedral
Von Georgetown aus ist es nicht mehr sehr weit bis zum Stadtteil Cleveland Park im Nordwesten von Washington DC. Dieses angenehme Wohnviertel war ursprünglich eine Siedlung für Sommerurlauber, den Namen erhielt das Viertel aber nach dem amerikanischen Präsidenten Grover Cleveland, der dort ein Sommerhaus kaufte. Heute gibt es hier interessante Geschäfte, tolle Restaurants und natürlich die National Cathedral, die wir jetzt besuchen werden.
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Die National Cathedral ist die sechstgrößte Kirche der Welt und heißt ganz offiziell Church of Saint Peter und Saint Paul. Die Kirche wurde nach 90 – jähriger Bauzeit erst 1990 fertiggestellt und ist nach der St. Patrick's Cathedral in New York die zweitgrößte Kathedrale der USA. In Kreuzform gebaut ist auch hier der gotische Baustil nicht zu übersehen.
Im Inneren der Kathedrale stellen unzählige Fensternischen mit Schnitzereien und Skulpturen Szenen der amerikanischen Geschichte dar. So erinnert zum Beispiel das Weltraum Fenster an den Apollo 11 Flug von 1969. Ein Stück Mondgestein ist ebenfalls in diesem Fenster eingebaut.
Auch die Lewis and Clark Expedition wird dargestellt und es befinden sich zahlreiche Statuen in dem riesigen Gotteshaus, darunter eine von George Washington und Abraham Lincoln. Außerdem ist die Kathedrale berühmt dafür, als einziges Gotteshaus eine Statue von Darth Vader zu besitzen, einer Figur aus dem Science Fictin Film Star Wars. Doch wie kommt eine solche Figur in ein Gotteshaus? Man hatte während des Baus der westlichen Türme zu einem Kinderwettbewerb aufgerufen, die ein paar dekorative Figuren und Statuen für die Kathedrale entwerfen sollten. Und die Figur des Darth Vader gewann diesen Wettbewerb. Man muß natürlich ganz genau hinsehen, um die Statue überhaupt zu entdecken. Sie befindet sich hoch oben im nordwestlichen Turm. Weitere Infos: http://www.cathedral.org/cathedral/pdfs/darth.pdf Ein besonderes Highlight ist auch der Besuch der Pilgrim Observation Gallery im Glorius Excelcis Tower. Dieser Turm ist mit 206 Metern über NN der höchste Punkt von Washington DC und an klaren Tagen ermöglicht die Aussichtsplatform einen wundervollen Blick über Washington DC. Weitere Infos:http://www.cathedral.org/cathedral/index.shtml ![]() Blick von der Observation Gallery Upper Northwest und Woodley
Park/Zoo
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