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Der Devils
Garden Trail im Arches NP
Etwa 8 Meilen noerdlich
von Moab liegt der Arches National Park, der durch seine
Vielzahl an Steinboegen, den sogenannten Arches zu einer naeheren
Betrachtung einlaedt. Diese Sandsteinboegen entstehen durch Erosion und
Wind und Wetter beschleunigen diesen Prozess noch weiter. Direkt am Parkplatz beginnt der Trailhead und man folgt für etwa eine halbe Meile einem gut ausgebauten und ohne Schwierigkeiten zu bewältigenden Pfad. Links und rechts des Weges befinden sich auch hier die typischen Sandsteinfinnen, deren Kuppen von Wind und Wetter glattgeschliffen wurden.
Die ersten beiden Arches auf dem Loop sind der Tunnel Arch und der Pine Tree Arch, die man auf einem kleinen Pfad, abgehend vom Hauptweg, erreicht. Hm, warum heißt der Pine Tree Arch eigentlich so? Der Name kam zustande, weil ursprünglich mal eine Pinon Pine dort gewachsen war.
Zurück auf dem Haupt Trail ereicht man nach kurzer Zeit eine Weggabelung. Hier haelt man sich links. Nach rechts geht es auf dem sogenannten Primitive Loop, der wir auf meiner vorgeschlagenen Route aber erst auf dem Rueckweg in Angriff nehmen werden. Schon kurz darauf werden die ersten Blicke auf dem Landscape Arch frei, dem laengsten Arch im Park und nach dem Delicate Arch der zweitbekannteste. Der Weg ist hier sehr sandig und nur muehsam gelingt ein Vorwaertskommen bis zum Viewpoint am Arch.
Der
Landscape Arch hat eine Spannweite von 93 Metern ist somit eines der
laengsten Arches weltweit. Der Landscape Arch ist auch einer der
aeltesten im Park und nachdem sich 1991 ein etwa 18 Meter langes Stueck
an der Unterseite geloest hatte, ist er noch schmaler geworden.
Mittlerweile ist es nur noch eine Frage der Zeit, wann er ganz in sich
zusammenstuerzen wird.
Nach
einer weiteren Viertelmeile etwa kommt man an eine
Weggabelung. Einerseits kann man hier direkt zum Double O Arch
weitergehen oder man nimmt den linken Abzweig zum Partition Arch und
Navajo Arch. Diese beiden Arches befinden sich auf einer relativ
flachen Mesa und man kann von hier sehr schoen die Landschaft sowie die
Pflanzenwelt betrachten, die sich hier den widrigen Bedingungen und der
Duerre angepasst hatten. Die Witterung und Erosion haben viele der Felswaende auf dem Weg zum Navajo Arch ausgehoehlt und mit unzaehligen kleinen Cracks versehen. Der Navajo Arch besticht durch seine unheimliche Dicke und wirkt nahezu wie ein Wetterschutz. Nachdem man nun
wieder auf dem Hauptpfad ist, geht es nun noch die letzten 0.9 Meilen
weiter bis zum Double O Arch. Der Weg ist nun ein Mix aus Ansteigungen
und Senken und fuehrt nun ueber Slickrock und Sandsteinfinnen.
![]() Von hier hat man wundervolle Blicke in alle Richtungen, zur rechten Seite auf das Labyrinth der Fiery Furnace, Richtung Trailhead blickend auf die La Sal Mountains. Auf diesem Teilstueck des Trails muessen Leute mit Hoehenangst ein wenig aufpassen, es geht hier teilweise sehr tief hinunter. Und die Finne ist teilweise ziemlich schmal. Nach einem letzten Stück über Slickrock und durch eine sandige Wegpassage erreicht man dann den Double O Arch, der aus einem kleinen und größeren Arch besteht. Der kleinere Arch sitzt auf dem größeren auf und sieht dadurch oval aus. Um den Arch komplett einzusehen, sollte man durch den kleineren Arch klettern und den gesamten Double O Arch von der anderen Seite aus betrachten.
Prinzipiell ist hier das eigentliche Ende des Devils Garden Trails mit Erreichen des Double O Arches erreicht und viele gehen nun auch auf dem gleichen Weg wieder zurueck. Aber es bieten sich noch andere Moeglichkeiten an. Zum einen waere da noch der kurze, 0.8 Meilen Abstecher zum sogenannten Dark Angel. Dafuer geht man an der Kreuzung nordoestlich des Double O Arch auf den schmalen Trail, der zu der prominenten Felsnadel fuehrt.
Zurueck an der Kreuzung, waehlt man den rechten Abzweig auf dem sogenannten Primitive Trail. Ein Schild warnt unerfahrene Wanderer davor, das dieser Trail nur fuer Erfahrene Wanderer ist und es durch schwieriges Terrain gehe. Fuer erfahrene Wanderer ist der Primitive Trail auch unproblemativ und fuehrt durch eine wunderschoene Landschaft abseits der Massen.
Der Trail fuehrt langsam in einen Wash hinunter, der unter normalen Bedingungen auch trocken vorzufinden ist. Zwischen Sandsteinfinnen geht es nun weiter, bis zum Abzweig zum Private Arch. Ab hier wird der Trail wirklich interessant und fuehrt in ein Labyrinth aus Sandsteinfinnen und Felsstufen. Immer wieder gibt es einige Klettereinlagen zu bewaeltigen.
Der Trail fuehrt letztendlich in ein sandiges
Terrain im sogenannten Fin Canyon. Dies ist der niedrigste Punkt auf
der ganzen Wanderung. Der tiefsandige Trail steigt langsam
aber stetig an und der Sand macht den Aufstieg recht anstrengend. Nach
einer Weile erreicht man eine Kreuzung und ist nun wieder auf dem Haupt
Trail, unmittelbar vor de Landscape Arch. Hier biegt man nun nach Links
ab und folgt dem einfachen Hauptweg zurueck zum Parkplatz. Weitere Infos: Startpunkt: Parkplatz hinter dem Devils Garden Campground Dauer: ca. 4 Stunden, bei augedehnten Fotostopps dementsprechend länger Länge: 5 Meilen Roundtrip, mit Primitive Loop 7.4 Meilen Wasserstellen: nur am Trailhead kann man seine Vorräte noch einmal auffüllen Schwierigkeitsgrad: leicht bis mittel, via Primitive Loop schwierig Highlights: Landscape Arch, Double O Arch, einzigartige Landschaft mit vielen Finnen und Slickrockpassagen Besonderes: der Trail liegt fast die ganze Zeit über in der Sonne, unbedingt einen Sonnenschutz und Sonnencreme mitnehmen sowie ausreichend Flüssigkeit Wichtig: unbedingt auf den vorgegebenen Wegen bleiben, denn der Großteil des Bodens besteht aus einer sehr fragilen und anfälligen Kryptobiotischen Kruste. Ein unbedachter Schritt kann diese kryptobiotische Kruste in Sekunden zerstören und es könnte Jahrzehnte dauern, bis sich der Boden davon erholt. |