Washington DC    


Als die Verfassung im Jahr 1788 verabschiedet wurde, bestimmte man dort auch einen Regierungssitz der neu gegründeten Vereinigten Staaten von Amerika. Dieser Regierungssitz sollte eine Fläche von höchstens 10 Quadratmeilen haben und sollte vom Kongress direkt regiert werden. Außerdem sollte dieses Gebiet unabhängig sein und zu keinem der anderen Bundesstaaten gehören. Dieses Vorhaben war nicht so einfach in die Tat umzusetzen und auf der ersten Sitzung im Jahre 1789 gerieten die Abgeordneten untereinander in einen Streit, der erst durch einen von Alexander Hamilton und Thomas Jefferson ausgehandelten Kompromiss beigelegt werden konnte.
Der neu gewählte Präsident George Washington wählte dann das Gebiet am Potomac aus, das aus Land der Staaten Virginia und Maryland bestand, sowie die Städte Alexandria und Georgetown beinhaltete. Hieraus wurde dann das spätere Washington D.C.
Washington selbst nahm auch den Plan von Major Pierre L`Enfant an, einen Plan für die neue Hauptstadt zu entwerfen, die unter anderem großzügig angelegte Alleen und Boulevards und Prachtbauten beinhalten sollte.
 
1793 wurde der Grundstein für das Weiße Haus gelegt und auch für den geografischen wichtigsten Punkt der neuen Stadt, dem Capitol. Im Jahre 1800 zog die Regierung nach Washington und Präsident John Adams war der erste Amtsinhaber, der in das Weiße Haus zog.

Capitol Hill

Die Landschaft rund um das Capitol ist eine perfekte Mischung aus beeindruckender neoklassizistischer Architektur und vielen Grünflächen. Da in Washington Wolkenkratzer gänzlich fehlen, erstrecken sich hier nur die imposanten Bauten mit Marmorhallen der diversen Regierungsgebäude. Capitol Hill, das ist neben dem imposanten Capitol auch der Sitz des Supreme Court, der Library of Congress und der Shakespeare Library.

Grafik wurde mit freundlicher Genehmigung von dieser Site eingebaut

Den Rundgang durch das Viertel mit den wichtigsten Gebäuden beginnt man am besten am Reflecting Pool, von dort bekommt man einen sehr guten Gesamteindruck auf das Capitol Building. Direkt zwischen dem Pool und dem Aufgang zum Westflügel des Capitol steht das Ulysses S. Grant Memorial. Zentraler Mittelpunkt ist eine Bronzestatue von General Grant auf seinem Pferd Cincinnatti, links davon befindet sich eine weitere Skulpturengruppe, die der Cavalry gewidmet ist sowie rechts davon die Artillerie.

Teil der Cavalry vom Grant Memorial 

Die Statue selbst ist nach Westen ausgerichtet und blickt auf das Washington Monument und die National Mall. Das Denkmal wurde von Henry Mervin Shrady entworfen und 1922 eingeweiht. Der Künstler selbst starb jedoch 2 Wochen vorher. 

 Grant auf Cinncinnatti 

Dann geht es weiter, zum bekanntesten Wahrzeichen von Washington, dem Capitol. Es ist eines der weltweit bekanntesten Symbole der Demokratie und seit über 200 Jahren beherbergt dieses imposante Gebäude nun schon den Senat und das Repräsentantenhaus. Die neoklassizistische Architektur erinnert an das antike Rom und Griechenland. 1793 den Grundstein legend, wurde das Capitol gebaut, niedergebrannt, wiederaufgebaut, erweitert und restauriert. Heute fungiert es nicht nur als Denkmal für seine Erbauer, sondern repräsentiert das amerikanische Volk und dessen Regierung. 


Capitol Building

Das Capitol Building wurde durch William Thornton entworfen und von Henry Latrobe in seiner ersten Version fertiggestellt. Später brachte Charles Bulfinch aus Boston, ein bekannter Architekt aus jener Zeit, noch weitere Neuerungen ein. Wenn man heute mal durch das Capitol Building schreitet, werden einem Säulen auffallen, die sehr ungewöhnlich sind. Zum Beispiel gibt es beim Eingang zum Senat Säulenkapitelle in Form von Tabakblättern. An anderer Stelle gibt es wiederum Kapitelle, die aus Maisblättern bestehen.

Das Capitol selbst besteht aus einer Rotunda und zwei Flügeln, dem Nord – und dem Südflügel. Außerdem wehen vier US Flaggen über dem Gebäude. Ununterbrochen wehen nur die beiden Flaggen auf der West und der Ostseite des Gebäudes, während die Flagge auf dem House oder Senate Flügel nur dann gehisst ist, wenn gerade eine Sitzungsperiode stattfindet. Sollte man einmal Interesse haben und dem Kongress bei der Arbeit zusehen wollen, dann braucht man nur auf die Flaggen zu achten, die über dem Flügel der jeweiligen Kammer wehen oder eben nicht.

Die erhabene gusseiserne Kuppel sitzt auf der Rotunda und ist wirklich sehr eindrucksvoll. Zwischen 1855 und 1866 wurde diese Kuppel nachträglich errichtet. Ganz oben auf der Spitze kann man eine 6m hohe Bronzestatue sehen, die auf dem ersten Blick ziemlich indianisch aussieht. Könnte man ja auch denken, aber diese Statue of Freedom ist eine Frauenfigur, deren Hand auf einen Schwert ruht. Die Figur trägt einen römischen Helm, der mit den amerikanischen Symbolen Adlerkopf, Federn und Vogelklauen geschmückt ist. Außerdem steht die Figur auf einen gusseisernen Erdball, was man aber nur bei ganz intensiver und genauer Betrachtung feststellen kann. Auf diesen Erdball ist das Motto „E Pluribus Unum“ eingraviert.  


Nun sollten wir uns aber dem Inneren des Capitol zuwenden. Um das Gebäude von innen besichtigen zu können, muß man ein Ticket für eine Führung organisieren. Diese Ticket Booth befindet sich momentan im Südwestlichen Bereich der Capitol Grounds, zwischen der 1st St. SW und der Independence Ave.

Seit dem 02. Dezember 08 ist ja das neue Visitorcenter eroeffnet. Dort kann man eine gewisse Anzahl an Paessen fuer eine Tour am gleichen Tag bekommen.  Die Führung und die Tickets selbst sind kostenlos, nur sollte man relativ früh da sein, da es sonst lange Wartezeiten bis zur Führung geben kann. Eine weitere Moeglichkeit ist, die Tickets online zu reservieren. Dies ist bis zu 3 Monate im Voraus moeglich.

                 Capitol Building und Zugang zum Visitor Center

Wichtig: Es sind keinerlei Getränke und Lebensmittel im Capitol erlaubt, alles muß ansonsten vor den Augen der Security entsorgt werden. Dies gilt selbst fuer das Abholen der Tickets, denn auch hier geht es durch eine  Sicherheitsschleuse. Stative sind im Capitol verboten, selbst wenn sie eingepackt und ueber die Schulter gehaengt sind.

Man darf sich auch nicht frei im Gebäude bewegen, sondern man ist strikt an seine Führung und den Guide gebunden. Das heißt, alles, was man fotografieren will, dann bitte auch in dem Augenblick machen, wenn man davor steht. Man kann nicht wieder zurück gehen und das nachholen.

Weitere Infos: Capitol Visitor Center

 Man betritt das Capitol über die Ostseite, nachdem man eine Sicherheitsschleuse passiert hat, die ebenfalls zum neuen Visitor Center fuehrt.  Die Columbus Tür, der ehemalige Ostzugang, wird nicht mehr als Eingang genutzt. Diese schwere Bronzetür wurde 1850 entworfen und beinhaltet Szenen aus dem Leben des Columbus. Und dann steht man selbst unter dem Herzstück des Capitol, der imposanten, 55m hohen Rotunda. Wenn man hier direkt noch oben schaut, erblickt man ein Deckenfresko mit dem Namen „Apotheosis of Washington“, das von dem italienischen Künstler Constantin Brumidi stammt.


Die Rotunda im Capitol 

Betrachtet man diesen Fresko genauer, kann man George Washington zwischen Liberty und Victory sitzen sehen. Den Rest des inneren Kreises repräsentiert die 13 Gründungsstaaten. Die Szenen am Rande des Fresco stellen unter anderen die Künste und Wissenschaft, die See, Handel, Mechanik und Landwirtschaft dar.


Building A Nation – Fresco von Brumidi 

Blickt man sich weiter in der großen Rotunda um, fallen einem acht Gemälde auf, die von verschiedenen Malern stammen und einige historisch wichtige Momente in der Geschichte der USA darstellen. Auf der Ostseite befinden sich vier Gemälde, die sich der Entdeckung Amerikas widmen, während auf der Westseite Szenen aus dem Revolutionskrieg wie die Unterzeichnung der Unabhängigkeitserklärung dargestellt sind. Alle Gemälde auf dieser Seite stammen von John Trumbell, der unter anderem auch kurz unter General George Washington gedient hatte.
Es befinden sich noch die ein oder andere Statue in der Rotunda, wobei der größte Teil in der Statuary Hall zu finden ist. In der Rotunda selbst finden häufig offizielle Feiern statt, außerdem waren hier schon acht Präsidenten und andere wichtige Persönlichkeiten aus der Politik aufgebahrt.

The Declaration Of Independence von John Trumbell

Der nächste Raum, den man während einer Tour besichtigen kann, ist die Statuary Hall, dem ehemaligen Sitzungssaal des Repräsentantenhaus. Hier befindet sich der größte Teil der National Statuary Collection. Als der Saal nicht mehr genutzt wurde, entschied man sich dafür, dass jeder Staat zwei Statuen stiften sollte. Das konnten Missionare, Politiker, Wissenschafter, Astronauten oder Erfinder sein, Hauptsache, die Personen hatten eine entscheidende Rolle in dem jeweiligen Staat gespielt.


Warum aber gerade 2 Statuen? In Anlehnung an den Senat, der auch unabhängig von Größe und Einwohnerzahl des Staates zwei Senatoren in den Kongress schicken kann, wurde diese Regelung auch für die Statuary Hall getroffen. Somit wurden die bevölkerungsarmen Staaten wie Wyoming, Alaska und die Dakotas nicht benachteiligt.

Von 1819 – 1857 diente die Statuary Hall als Sitzungssaal für das Repräsentantenhaus. Unglücklicherweise hatte der Raum eine außergewöhnliche Akustik, was es dadurch nahezu unmöglich machte, vernünftig über die politischen Belangen zu verhandeln. Auf der Tour kann man sich selbst von diesem Phänomen überzeugen. Während man nun im Raum steht, entfernt sich der Guide bis ans andere Ende des Saales und flüstert etwas. Durch die erstaunliche Akustik versteht man das natürlich so klar und laut, als würde der Guide direkt neben einem stehen. Dadurch ist natürlich klar, dass man in diesen Saal keine vernünftige Debatte führen konnte.

Einige wichtige historische Events fanden in der Statuary Hall statt. Unter anderem kann man auch eine Plakette an der Stelle sehen, wo der ehemalige Präsident John Quincy Adams 1848 seinen Schlaganfall erlitt. Ebenso markiert eine Plakette die Stelle, an der Abraham Lincoln als Abgeordneter gesessen hatte. Aufgrund der Probleme mit diesem Raum wurde dann der House Flügel dem Capitol hinzugefügt und seit 1857 befindet sich das Repräsentantenhaus nun in seinem jetzigen Raum.

Über der Tür zur Rotunda kann man eine große Uhr mit einer Staue betrachten. Das ist „The Car of History“ . Klio, die Muse der Geschichte, fährt den Wagen der Zeit und zeichnet die Geschehnisse auf. Die Statue mit der Uhr stand schon hier, als die Statuary Hall noch das Repräsentantenhaus beherbergte.

Im Senatsflügel befinden sich die absolut sehenswerten Brumidi Corridors. In diesen Gängen hat der italienische Maler Szenen aus der amerikanischen Geschichte gemalt, aber auch heimische Tiere und Pflanzen. Zu den neueren Gemälden gehören unter anderem auch die Landung auf dem Mond, die Challenger Crew und die Spirit of St. Louis, die erst in neuerer Zeit hinzugefügt wurden. 


 Brumidi Korridor im Senatsflügel 

Im selben Stockwerk befindet sich auch der alte Sitzungssaal des Supreme Court, der bis 1929 auch noch benutzt wurde. Leider wird dieser 1972 wieder in seinen alten Zustand zurückversetzte Sitzungssaal nur noch äußerst selten bei einer Führung gezeigt.


Das Capitol selbst ist in fünf Ebenen unterteilt. Aber nur die eben beschriebenen Räume können während der Führung besichtigt werden. In der ersten Etage oder dem Ground Level befinden sich die Komitee Räume und Büros einiger Kongressmitglieder. Die zweite Etage beinhaltet dann die Plenarsäle des Senat und Repräsentantenhaus sowie die Büros der Führungspersönlichkeiten im Kongress. Außerdem ist auf dieser Etage die Rotunda, die Statuary Hall und die Old Senate Chamber zu finden. Geht man weiter zur dritten Etage, findet man dort die Besuchergalerien für den Senat und das Repräsentantenhaus. Außerdem befinden sich dort noch Büros, Komiteeräume und Pressegalerien. In den anderen beiden Etagen befinden sich nur noch Büros.

Weitere Infos: http://www.aoc.gov/

http://www.senate.gov/

THE CAPITOL HISTORY PROJECT - C-SPAN 

Visitor Pass für die Senate Gallery 

Nach diesen ausführlichen Rundgang durch das Capitol geht es nun weiter auf dem Capitol Hill bis zur Library of Congress. Dieses 1897 im Stil der italienischen Renaissance entworfene Gebäude beherbergt jede Menge Gemälde und ist weltweit eine der größter Bibliotheken. Insgesamt befinden sich etwa 128 Millionen Titel in dieser Bibliothek, darunter 28 Millionen Bücher. Außerdem befindet sich hier die größte Sammlung seltener Bücher in Nordamerika, darunter auch eine Gutenberg Bibel. Schon im Jahre 1800 richtete der Kongress eine Bibliothek ein, die jedoch 1814 von den Engländern niedergebrannt wurde. Nach dem Krieg bot Thomas Jefferson seine Privatbibliothek an, die den Grundstein für die Library of Congress bildete.



Neptunbrunnen bei der Library of Congress


Thomas Jefferson Building alias Library of Congress 

Wichtig: Zu den Lesesälen dürfen auch Besucher gehen. Man muß nur über 18 Jahre alt sein und seinen Reisepass vorlegen. Dann bekommt man nach Ausfüllen eines Anmeldeformulars eine Besucherkarte.

Die Architektur im Inneren des Gebaeudes ist sehr beeindruckend und unzaehlige Deckenmalereien sowohl in der Great Hall als auch in den Seitengaengen laden zu einem intensiven Rundgang ein. 
Ein Treppenaufgang von der Great Hall aus fuehrt ins Allerheiligste der Library: dem Main Reading Room mit der imposanten Rotunda. Man kann diesen Main Reading Room waehrend einer kleinen Fuehrung besichtigen. Fotografieren ist hier allerdings strikstens verboten.

 
die Rotunda im grossen Lesesaal

Das nächste beeindruckende Gebäude auf dem Capitol Hill ist der Supreme Court mit seiner neoklassizistischen Fassade. Das Oberste Bundesgericht wurde auf dem Verfassungskonvent im Jahre 1787 geschaffen und entscheidet als letzte Instanz über alle Rechtsstreitigkeiten und Verfassungsfragen. Wichtige Urteile wie Brown vs. Board of Education, Roe vs. Wade, Marbury vs. Madison und in jüngster Vergangenheit Gore vs. Bush wurden hier gefällt. 
Das Gebäude wurde von Cass Gilbert entworfen und 1935 fertiggestellt. Vorher tagte der Supreme Court in einem Saal im Capitol. Das Gebäude selbst beeindruckt mit mächtigen korinthischen Säulen und einer wuchtigen bronzenen Eingangstür.
 


Supreme Court Building von Cass Gilbert

Skulpturen aus Marmor sitzen zu beiden Seiten der großen Stufen am Eingangsbereich. Links sitzt Justitia und rechts davon der Hüter der Freiheit. Man kann das Gebäude auch besichtigen und sich diverse Ausstellungen und Vorträge anhören. Zu bestimmten Zeiten von April bis Oktober ist es möglich, einer Sitzung im Gerichtssaal beizuwohnen.

    

Hueter der Freiheit                                                                                                                                      Justitica                                                  

Ist man durch die Sicherheitskontrolle gelangt, befindet man sich nun im ersten Stock und der Great Hall. Hier befinden sich unzaehlige Buesten von ehemaligen Chief Justices. Am Ende des langen Ganges gelangt man auch schon zum Herzstueck des Supreme Court, dem eigentlichen Courtroom, in dem die Chief Justices tagen.

 

Der Courtroom

Den Gerichtssaal kann man mittels einer Tour auch besichtigen. Die neun Stuehle der Richter, die sich hinter dem beeindruckenden Richtertisch befinden, werden je nach Koerpergroesse der einzelnen Richter so angepasst, das sie immer auf einheitlicher Hoehe sitzen. Ein weiteres interessantes Highlight im Gebauede sind die zwei Wendeltreppen im Untergeschoss des Gebaeudes.


Wendeltreppen lassen das Gebauede hoeher erscheinen

Einen kleinen Abstecher auf der 1st St. NE bis zur Union Station sollte man auf jeden Fall noch mit einplanen, zumal es nur wenige Blocks zu laufen ist. Dieser 1907 eröffnete, im Beaux Arts Stil entworfene Bahnhof ist eines der meistbesuchtesten Gebäude in Washington DC. Der Bahnhof besteht aus weißen Granit und hat drei imposante Hauptbögen, die dem Konstantinbogen in Rom nachempfunden sind. Die 29m hohe Decke im Inneren ist mit 22 – karätigen Goldblättern geschmückt und der Blick auf die große Eingangshalle sollte auf keinen Fall fehlen. Es gibt außerdem jede Menge Geschäfte und Restaurants, die zu einem Besuch einladen, sowie ein Kino.

Union Station vom Vorplatz aus gesehen

Im Inneren der Union Station

Vor der Union Station befindet sich noch die Columbus Fountain, die 1912 eingeweiht wurde. Das Memorial wurde aus einheimischem Marmor erbaut, den man vorzüglich aus Georgia nahm. Zwei sitzende Figuren befinden sich noch zu beiden Seiten von Columbus. Diese repräsentieren die neue und die alte Welt. Die drei Fahnenmasten hinter dem Memorial symbolisieren die drei Schiffe von 1492, mit denen Columbus unterwegs war.

Weitere Infos: http://www.unionstationdc.com/ 

 
Columbus Fountain

Ebenfalls auf dem Bahnhofsvorplatz befindet sich die Freedom Bell. Dieser Nachbau der Original Liberty Bell aus Philadelphia wurde anlässlich des 200 jährigen Bestehens der USA angefertigt und mit dem Liberty Train durch alle 48 Lower States gefahren. Dieser Nachbau selbst ist fast doppelt so groß wie die Original Liberty Bell und wurde in der berühmten Whitechapel Bell Foundry in London hergestellt, die auch schon das Original gegossen hatte. 

Freedom Bell

Nach diesen kleinen Abstecher geht es wieder zurück Richtung Capitol. Dort kann man noch zwischen der Pennsylvania Ave. Und der 1st. St. NW das Peace Monument bewundern, das auch unter dem Namen Naval Monument bekannt ist. 

Das von Franklin Simmons entworfene Monument wurde zwischen 1877 und 1878 fertiggestellt und gedenkt der ganzen Marine Soldaten, die während des amerikanischen Bürgerkrieges ums Leben gekommen waren. Das Memorial besteht aus zwei Frauenfiguren: Die erste Figur, Grief, hat ihr Gesicht an die Schulter von History gelehnt und trauert. Unter Grief und History befindet sich mit Victory eine weitere Figur, die einen Eichenzweig in der Hand hält, der Stärke demonstriert. 


 

Peace Monument

 
Botanical Garden 
 

Ein ebenfalls sehr lohnenswertes Ziel ist der Botanische Garten am Fuße des Capitol Hill und eigenet sich besonders gut, um einen Schlechtwetter Tag zu überbrücken. Aber auch so ist der 1820 vom Kongress gegründete und 1997 neu renovierte Botanische Garten einen Besuch wert. Neben den hübsch angelegten Außenanlagen ist besonders das 30 Meter hohe Palmenhaus ein Erlebnis.Man kann anhand einer Zwischenetage nahezu oberhalb der Palmen entlanglaufen und einen spektakulären Blick nach unten genießen.

Auch die über 1200 Arten an Orchideen sind eindrucksvoll und wetteifern anhand ihrer Blüten ud Farben um die Gunst der Besucher. Daneben ist auch die World Desert und die Sammlung an medizischen Pflanzen sehr interessant und informativ.
Etwas Zeit sollte man sich auf jeden Fall für den Besuch mitbringen. Es gibt einfach zuviel zu entdecken und zu sehen. Der Botanische Garten selbst ist ebenfalls kostenlos und öffnet täglich von 10 Uhr bis 17 Uhr seine Pforten.

  

  

Weitere Infos: www.usbg.gov

Man erreicht den Capitol Hill auch per Metro. Und zwar kann man mit der Blue und Orange Line bis Capitol South fahren. Die Station befindet sich zwischen 1st St. SE und der C St. SE. Von hier läuft man nun etwa 2 Blocks nach Norden und ist dann direkt am Capitol Building. Eine weitere Möglichkeit wäre es, mit der Red Line bis zur Union Station zu fahren, die auch nur 5 Blocks vom Capitol Building entfernt liegt.

Tipp:
Schöne Old Fashioned Burger, Pies, sowie  Limonade und Milkshakes kann man bei Johnny Rocket's essen gehen, einer Franchise Kette im Stil eines Old Diners
Im Food Court der Union Station befindet sich eines dieser Diner und man kann dort auch sehr gut frühstücken gehen.
 
Restaurant Tipps:
 
Capitol City Brewing Company: Brewpub mit diversen Biersorten sowie einigen Gerichten im TexMex Style
2 Massachusetts Ave, NE (im historischen Postal Square Building)
 
Bullfeather's of Capitol Hill:   American Restaurant mir Bar inmitten vom Capitol Hill,
410 First Street  SE (Ecke D Street)