Lower Antelope Canyon

Der Lower Antelope Canyon ist ein Slot Canyon und befindet sich in Arizona, südlich der Stadt Page. Man erreicht diesen Slot Canyon auf der State Route 98, Richtung Kayenta. Als Orientierungshilfe dient hier das Navajo Kraftwerk mit den drei großen Schornsteinen, auf das man nun immer weiter zufährt. 


Kurz vor dem Kraftwerk führt nun auf der linken Seite ein Weg ab zum Antelope Point, diesen folgt man nun für etwa 300m, bis dann ein recht unscheinbares Schild zum Lower Antelope Canyon führt.  Rechterhand  der SR 98 geht es noch zum weitaus bekannteren Upper Antelope Canyon und der Blick auf den immer recht vollen Parkplatz lässt vermuten, daß hier weitaus mehr los ist als am Lower Antelope Canyon.


Hat man das Schild nun passiert, folgt man  einer Schotterpiste, bis man zu einem Parkplatz mit einem Kassenhäuschen gelangt. Hier wird nun der Preis von 21$ für den Slot Canyon sowie der 6$ Permit Fee entrichtet, da sich der Antelope Canyon auf Indianerland befindet und bei den Navajos eine Permit Fee zu entrichten ist.(Stand Juni 2009)


Ein Indianer bringt einem nun auf einem sehr sandigen, gut 100 Meter langen Trail zum Eingang des Canyons. Unterwegs passiert man Rechterhand noch ein Memorial, das an die Opfer der Flash Flood Katastrophe von 1997 erinnert.  11 Touristen waren damals im Canyon ums Leben gekommen,als nach einem Gewitter einige Meilen entfernt eine Flash Flood alles mit sich riss, was ihren Weg kreuzte. Und im Canyon gab es einfach keine Möglichkeit, den reißenden Fluten zu entkommen. Daraufhin wurden die Sicherheitsbestimmungen erhöht und es bleibt zu hoffen, daß dieses Unglück das Einzige dieser Art bleiben wird.


Der Lower Antelope Canyon selbst besteht aus weichen Sandstein und Wasser und Erosion haben im Laufe der Jahrmillionen dazu geführt, daß sich solche bizarren Formen gebildet haben. Den Eingang in das Canyonsystem bildet eine schmale Felsspalte und der Anblick dieser Spalte lässt keineswegs auf solch ein Wunderwerk aus Sandstein schließen, das sich dort unten befindet. Die Felsspalte selbst ist nicht sehr breit, aber trotz alledem kann man sich sehr gut hindurchzwängen.


Man klettert anschließend eine schmale und recht steile Metallleiter hinunter und befindet sich nun mitten in diesem Wunderwerk aus Sandstein, dessen bizzare Formen einfach wundervoll anzuschauen sind. Korkenzieherartig windet sich der Canyon nun etliche hundert Meter lang weiter, und die bizarr aussehenden Felsformationen regen die Phantasie zu Tiermotiven und anderen interessanten Dingen an.

 

Und das Licht und Farbenspiel im Canyon ist einzigartig. Hinter jeder Windung erwarten einem neue Perspektiven, glattgeschliffene Felswände und bizarr verwinkelte Strukturen wechseln einander ab. Von wunderschönen Rot und Orangetönen bis hin zu Pastellfarben und teilweise lila erscheinenden Felsen ist hier alles vertreten, was die Farbpalette der Natur hervorbringen kann. Gerade der späte Vormittag und auch der frühe Nachmittag zaubert hier besonders intensive Farbkontraste.

     

Selbst ein Arch befindet sich hier im Canyon und immer wieder gibt es bizarr aussehende Motive zu entdecken. Am Ende des begehbaren Teils des Lower Antelope Canyons befindet sich eine weitere Leiter für den Austieg. Man könnte von hier aus über einen sehr sandigen Trail zurück zum Parkplatz laufen, was ich aber nicht empfehlen würde. Viel interessanter ist es, den gleichen Weg durch den Canyon zurückzugehen, denn nun eröffnen sich einem wieder völlig neue Perspektiven und Motive. 


An sonnigen Tagen lohnt sich ein Besuch im Lower Antelope Canyon auf alle Fälle und man merkt gar nicht, wie schnell die Zeit vergeht. Denn die ganzen Spielereien aus Licht und Schatten verleiten dazu, den Auslöser der Kamera glühen zu lassen. Unbedingt empfehlenswert ist ein Stativ,  denn nur so bekommt man scharfe und nicht verwackelte Bilder hin und auf den Blitz sollte man gänzlich verzichten. Auch ohne die berühmten Beams, die es im Upper Antelope Canyon zu sehen gibt, hier im Lower Antelope Canyon kann man sich ebenfalls voll und ganz auslassen und ist nahezu alleine unterwegs. Und wunderschöne Motive kann man auch hier einfangen.